
Die Kinder- und Jugendhilfe im
Spiegel der Arbeitsmarktstatistik.
Beschäftigung | Arbeitslosigkeit |
Offene Stellen in NRW
Dossier Nr. 2
Fehlzeiten und Personalausfälle in der Kinder- und Jugendhilfe.
Krankenstand | Meldungen nach
§ 47 SGB VIII in NRW
Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe in NRW
Vor dem Hintergrund der in der Kinder- und Jugendhilfe vielerorts immer brisanter werdenden Fachkräftelücke in Deutschland deuten sich viele offene Fragen an: Wie stellt sich der gegenwärtige Fachkräftebestand dar? Wie viele Fachkräfte fehlen aktuell und künftig in Kindertageseinrichtungen? Welche Lücken offenbaren sich in anderen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe? Welche Ausbildungspotenziale bestehen mit Blick auf die Fachkräftegewinnung?
Der Forschungsverbund geht diesen und weiteren Fragen in der ersten umfassenden Studie „Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe in NRW“ nach. Themenspezifische Dossiers vertiefen einige Aspekte dieser Studie und schreiben die empirischen Erkenntnisse zu Personalbestand, -lücken, -gewinnung und -bedarfen in der Kinder- und Jugendhilfe auf Grundlage jeweils aktueller Daten fort.
Alle Veröffentlichungen stehen hier zum kostenfreien Download zur Verfügung:
Die Veröffentlichungen bieten der Fachpraxis und -politik kompakt vertiefte Analysen auf Basis aktueller Daten. Auch in Zukunft werden die verschiedenen Arbeitsfelder der Kinder- und Jugendhilfe anhand einer Vielzahl unterschiedlicher Datenquellen in den Blick genommen. Um keine Veröffentlichung zu verpassen, senden Sie gerne eine E-Mail mit dem Betreff „Newsletter“ an: fachkraefte-kjh-nrw.fk12@tu-dortmund.de.
Explorative Studie: Gründe für Abbrüche in den sozialpädagogischen Ausbildungsgängen
Der anhaltend hohe und vorerst weiter ansteigende Fachkräftebedarf im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe1 erfordert fortlaufend die Entwicklung und Diskussion verschiedener Maßnahmen, um dieser herausfordernden Lage auf dem einschlägigen Arbeitsmarkt konstruktiv begegnen zu können. Dabei ist ein besonderes Augenmerk auf die in Ausbildung befindlichen Personen in einschlägigen Ausbildungen zu richten.
Diese Kerngruppe künftiger Fachkräfte kann dem Arbeitsmarkt langfristig nur als solche zur Verfügung stehen, wenn diese Schüler:innen/Studierenden ihren Ausbildungsweg wie geplant abschließen. Analysen mithilfe von Kohortenvergleichen zeigen allerdings, dass an den (Berufs-)Fachschulen erhebliche Schwundquoten zu verzeichnen sind1, indem ursprünglich am Beruf Interessierte während des Ausbildungsweges als zukünftige Fachkräfte „verloren“ gehen.
Aber warum entscheiden sich Personen für eine vorzeitige Beendigung ihrer Ausbildung?
Dieser Frage geht der Forschungsverbund im Rahmen der explorativen Studie „Gründe für Abbrüche in den sozialpädagogischen Ausbildungsgängen2“ nach. Das Ziel besteht darin, Einflussfaktoren und individuelle wie institutionelle Gründe und deren Gewichtung für Ausbildungsabbrüche im Bereich des Arbeitsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe zu untersuchen und so Anknüpfungspunkte für die Entwicklung entsprechender Gegenmaßnahmen zu generieren.
Die Studie besteht aus zwei Teilen:
Zum einen werden Interviews mit ehemaligen Schüler:innen/Studierende, die zuvor eine sozialpädagogische berufliche Ausbildung abgebrochen haben, sowie Personen, die an einer entsprechenden berufsbildenden Schule pädagogisch tätig sind, geführt. Auf diese Weise sollen Gründe und Motive ergebnisoffen identifiziert werden.
Zum anderen wird eine (halb-)standardisierte Online-Befragung an sozialpädagogischen (Berufs-)Fachschulen für Sozialwesen in sechs Kommunen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
Befragt werden die Schüler:innen/Studierenden nach ihrer eigenen latenten Abbruchintention, um auf diese Weise auch neuralgische Punkte im Verlaufe der Ausbildung aufzudecken, an denen die Abbruchintention besonders ausgeprägt ist oder an denen bestimmte Ursachen und Motive gehäuft vorkommen.
Als zweite Personengruppe werden Klassen- und Praxislehrkräfte sowie Schulsozialarbeiter:innen befragt. Auf diese Weise sollen insbesondere Abbruchsursachen identifiziert werden, die besondere Relevanz für die Schüler:innen/Studierenden haben, da sie explizit dem pädagogischen Personal gegenüber geäußert wurden.
Der Forschungsverbund wird von einem interdisziplinären Expert:innengremium begleitet, dem Vertreter:innen aus Fachpraxis, Kommunen, Wissenschaft sowie aus den zuständigen Landesministerien angehören. Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass unterschiedliche fachliche Perspektiven einfließen und die Studie sowohl wissenschaftlich fundiert als auch praxisnah ausgerichtet ist.
1 Autor:innengruppe Forschungsverbund DJI/TU Dortmund (2024): Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe. Bestand, Lücken, Gewinnung, Bedarfe in NRW. Bielefeld [Download]
2 Betrachtet werden die Bildungsgänge der Kinderpflege (vollzeitschulisch und praxisintegriert) sowie der Erzieher:innen (vollzeitschulisch, praxisintegriert und mit AHR).
Veranstaltungen
Online-Veranstaltung zum Thema Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe in NRW am 27.11.2025 in Kooperation mit den Landesjugendämtern Rheinland und Westfalen-Lippe: Yvonne Queißer-Schlade, Jakob Gossen, Lena Katharina Afflerbach, Pia Angenendt, Nikolai Schayani und Mirja Lange präsentieren aktuelle Befunde zu Arbeitsmarkt, Personalausfällen, Ausbildungspotenzialen und Quereinstiegen in Bezug auf die Kindertagesbetreuung in NRW.
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.
Fachtagung des Bundesverbandes Caritas Kinder- und Jugendhilfe “Ist da jemand? – Die Erziehungshilfenzwischen Fachkräftemangel und inklusiverLeistungserbringung” am 28. November 2024 in Bonn: Nikolai Schayani präsentiert Untersuchungsergebnisse für den Bereich Hilfen zur Erziehung.
Online-Veranstaltung des LVR-Landesjugendamtes Rheinland und des LWL-Landesjugendamtes Westfalen "Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe Bestand | Lücken | Gewinnung | Bedarfe in NRW" am 19. Juni 2024: Yvonne Queisser-Schlade und Lena Katharina Afflerbach präsentieren die Untersuchungsergebnisse für den Bereich Kindertageseinrichtungen.
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.
Fachveranstaltung "HzE im Dialog - Steuern Krisen oder Krisen steuern?" in Kooperation der beiden Landesjugendämter Westfalen-Lippe und Rheinland sowie der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik am 04. Juni 2024 in Gelsenkichen: Sandra Fendrich und Jakob Gossen tragen im Themenforum 1 "Beschäftigte in den Hilfen zur Erziehung: Status Quo und Entwicklungsszenarien für den Personalbedarf" relevante Ergebnisse der im März veröffentlichten Studie vor.
Weitere Informationen zum Tagesprogramm finden Sie hier.
Fachkräftetag 2024 des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration am 27. Mai 2024 in Essen mit Beiträgen des Forschungsverbundes DJI/TU Dortmund:
- Impulsvortrag von Prof. Dr. Thomas Rauschenbach zum Thema "Die Schattenseiten des Erfolgs – der Fachkräftemangel in der Kinder- und Jugendhilfe auf dem Prüfstand".
- Workshop von Lena Katharina Afflerbach und Mirja Lange "Der Weg in das Arbeitsfeld Kita"
- Workshop von Sandra Fendrich und Nikolai Schayani "Das Personal in den Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe jenseits von Kita"
Das vollständige Programm finden Sie hier.
Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe. Ausgewählte Ergebnisse für die Kindertagesbetreuung in NRW zu Bestand | Gewinnung | Lücken | Bedarfe am 16.05.2024. Vortrag im Rahmen des Treffens der Studiengangsleiter:innen der nordrhein-westfälischen kindheitspädagogischen Studiengänge an der Hochschule Düsseldorf.
Vortragende: Jakob Gossen und Yvonne Queißer-Schlade
Fachkräftetag für den Sozial- und Erziehungsdienst am 29. April 2024 in Essen: Mirja Lange und Jakob Gossen tragen vor "Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe – Bestand, Lücken, Gewinnung und Bedarfe in NRW".
Das vollständige Programm finden Sie hier.
Laufzeit
Januar 2023 - Dezember 2025
Förderung
Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI)
Ansprechpersonen
Mirja Lange
Tel.: 0231/755-7422
E-Mail: mirja.lange@tu-dortmund.de
Yvonne Queißer-Schlade
Tel.: 0231/755-8184
E-Mail: yvonne.queisser-schlade@tu-dortmund.de
Jakob Gossen
Tel.: 0231/755-5551
E-Mail: jakob.gossen@tu-dortmund.de
Lena Katharina Afflerbach
Tel.: 0231/755-90410
E-Mail: lena.afflerbach@tu-dortmund.de
Nikolai Schayani
Tel.: 0231/755-5553
E-Mail: nikolai.schayani@tu-dortmund.de
Sandra Fendrich
Tel.: 0231/755-6582
E-Mail: sandra.fendrich@tu-dortmund.de
Pia Angenendt
Tel.: 0231/755-6207
E-Mail: pia.angenendt@tu-dortmund.de
Studentische Mitarbeitende


